PKV für Selbstständige: Wann sie sich lohnt – und worauf du unbedingt achten musst

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Selbstständige PKV

Als Angestellter hast du keine Wahl – bis zu einem bestimmten Einkommen bist du gesetzlich pflichtversichert. Als Selbstständiger oder Freiberufler bist du von Anfang an frei. Du kannst dich gesetzlich (GKV) oder privat (PKV) versichern.

Diese Freiheit klingt gut. Aber sie bedeutet auch: Du trägst die Verantwortung für diese Entscheidung selbst. Und du zahlst deinen Beitrag komplett alleine – ohne Arbeitgeberzuschuss.

Wann lohnt sich die PKV für Selbstständige?

Die PKV kann für dich interessant sein, wenn:

  • Dein Einkommen stabil und ausreichend hoch ist. In der PKV zahlst du einen risikobasierten Beitrag – nicht einkommensabhängig wie in der GKV. Bei gutem Gesundheitszustand und solidem Einkommen kann das ein echter Vorteil sein.
  • Du jung und gesund einsteigst. Je früher und gesünder du in die PKV wechselst, desto günstiger dein Einstiegsbeitrag. Wer wartet, zahlt mehr.
  • Du Wert auf bessere Leistungen legst. Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, kurze Wartezeiten – das sind keine Mythen, sondern reale Unterschiede im Alltag.
  • Du keine Kinder planst (oder diese bereits privat versichert sind). In der GKV sind Kinder beitragsfrei mitversichert. In der PKV zahlt jedes Kind einen eigenen Beitrag. Das muss in die Kalkulation.

Die Kehrseite: Was viele unterschätzen

Hier wird es ernst – und hier machen die meisten Fehler.

1. Der Beitrag steigt im Alter.

PKV-Beiträge sind im jungen Alter günstig. Aber sie steigen. Wer keine Altersrückstellungen aufbaut oder den falschen Tarif wählt, erlebt im Alter eine böse Überraschung. Deshalb ist die Tarifwahl entscheidend – nicht nur der aktuelle Monatsbeitrag.

2. Im Krankheitsfall gibt es keine Lohnfortzahlung.

Als Selbstständiger bekommst du kein Krankengeld – es sei denn, du hast es explizit eingeschlossen. Wer das vergisst, steht bei längerer Krankheit ohne Einnahmen da. Ein guter PKV-Tarif für Selbstständige enthält deshalb immer ein Krankentagegeld.

3. Vorerkrankungen können zum Problem werden.

Das ist der Punkt, den die wenigsten auf dem Schirm haben: Bei der PKV gibt es eine Gesundheitsprüfung. Wer Vorerkrankungen hat, bekommt entweder Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse – oder wird abgelehnt.

Genau deshalb ist eine saubere Risikoprüfung vor dem Antrag so wichtig. Denn wer einfach drauflosantragstellt, riskiert Ablehnungen, die in einer zentralen Datenbank gespeichert werden – und den nächsten Antrag erschweren.

Was bedeutet „saubere Risikoprüfung" konkret?

Bevor du einen Antrag stellst, prüfen wir anonym und unverbindlich:

  • Welche Gesellschaften würden dich zu welchen Konditionen annehmen?
  • Gibt es Tarife, die bestimmte Vorerkrankungen besser handhaben?
  • Welcher Tarif passt zu deiner Lebenssituation – heute und in 20 Jahren?

Erst wenn das Bild klar ist, wird ein Antrag gestellt. Nicht vorher.

GKV vs. PKV: Ein ehrlicher Vergleich

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich der Beitrag in der Regel nach deinem Einkommen. Die Leistungen sind weitgehend standardisiert und für alle Versicherten ähnlich. Ein großer Vorteil: Kinder können meistens beitragsfrei mitversichert werden. Beim Thema Krankentagegeld greift eine Absicherung typischerweise erst ab dem 43. Tag (und kann je nach Situation optional früher ergänzt werden). Im Alter bzw. über die Jahre kann der Beitrag steigen, vor allem wenn das Einkommen steigt. Eine Rückkehr in die GKV ist grundsätzlich möglich, wird aber ab 55 sehr schwierig.

 

In der privaten Krankenversicherung (PKV) hängt der Beitrag nicht vom Einkommen ab, sondern wird risikobasiert kalkuliert – also vor allem nach Alter und Gesundheitszustand beim Eintritt. Die Leistungen sind nicht standardisiert, sondern können individuell gewählt werden (je nach Tarif). Kinder sind in der PKV nicht automatisch beitragsfrei, sondern benötigen in der Regel einen eigenen Beitrag pro Kind. Das Krankentagegeld lässt sich in der PKV flexibel gestalten – oft frei wählbar, auch ab Tag 1. Der Beitrag im Alter kann ansteigen, vor allem durch die Alterung des Versichertenkollektivs und Beitragsanpassungen. Eine Rückkehr von der PKV in die GKV ist insgesamt kaum möglich (insbesondere später im Leben).

Fazit: PKV ja – aber nicht ohne Plan

Bevor du einen Antrag stellst, prüfen wir anonym und unverbindlich:

  • Welche Gesellschaften würden dich zu welchen Konditionen annehmen?
  • Gibt es Tarife, die bestimmte Vorerkrankungen besser handhaben?
  • Welcher Tarif passt zu deiner Lebenssituation – heute und in 20 Jahren?

Erst wenn das Bild klar ist, wird ein Antrag gestellt. Nicht vorher.

Deutschlandweit digital, persönlich in Kassel

Meine Beratung erfolgt in der Regel vollständig digital und papierlos. Das ermöglicht mir, meine Kunden deutschlandweit zu jeder Zeit zu betreuen. Eine persönliche Beratung biete ich in Kassel und Umgebung an. Wenn du gerne eine Beratung unter vier Augen haben möchtest, dann schreib’ mir einfach eine Nachricht. Ich werde dann prüfen, in wie fern eine Beratung vor Ort für mich möglich ist.

Fabio Rumpf Versicherungs- und Finanzmakler